Nadine vor einer Grafik, die die Wasserstoffbearf einer Region abbildet
Wer versteht, kann auch mitreden

So wird Kommunikation zur Kraft für Veränderung

Die Energiewende braucht mehr als nur Fachwissen oder gute Kommunikation, sie braucht die Kombination aus beidem. Ein Gespräch mit Nadine Hölzinger, Geschäftsführende Gesellschafterin der Spilett new technologies GmbH über die Rolle von Kommunikation in der Transformation und die erfolgreiche Zusammenarbeit mit peppermint.

Spilett ist ein auf Energiewende spezialisiertes Beratungsunternehmen aus Berlin – mit einem klaren Fokus auf Kommunikation als Schlüssel zur erfolgreichen Transformation.

Verschiedene Welten, ein Ziel

„Neugierig, fokussiert und flexibel“ – so beschreibt Nadine ihr Team bei Spilett. Eigenschaften, die wichtig sind, wenn man täglich zwischen Ingenieuren und Controllern, zwischen Kommunalpolitikern und Industrie, zwischen Experten und Fachlaien vermittelt. „Wir übersetzen Ideen, Herausforderungen und Lösungsansätze – zwischen Menschen über Disziplinen und Fachexpertise hinweg, damit alle Beteiligten miteinander ins Gespräch kommen“, erklärt Nadine. Doch diese inhaltliche Übersetzungsleistung braucht die richtige kommunikative Begleitung.

Das Problem der Branche: Kommunikation ohne Dialoge

Nadine beobachtet ein grundsätzliches Problem in der Energiewende-Kommunikation: „Die Kommunikationswelt ist oft auf Lautstärke und Aufmerksamkeit fokussiert und nicht auf Wissensvermittlung. Statt Dialoge gibt es Monologe, statt Austausch nur noch das Abhaken von Botschaften.“ Besonders deutlich wird das im Technologie-Wettbewerb: „Die Leute aus der sogenannten „All-Electric-World“ tendieren zu Vereinfachungen und transportieren häufig die Botschaft: ‚Wir können alles‘. Die Wasserstoff-Leute dagegen adressieren eher, was sie noch nicht können, aber woran sie arbeiten.“ Diese fachliche Redlichkeit wird schnell zum kommunikativen Nachteil. „Differenzierung wirkt kompliziert. Und die Menschen wünschen einfache Antworten in einer zunehmend komplexen Welt.“ Für Spilett ist Kommunikation deshalb mehr als reine Botschaftsvermittlung, sie ist der Weg zu Bildung und Beteiligung.

Spilett & peppermint: Gemeinsam für gute Kommunikation

„Was uns mit peppermint verbindet, ist der konzeptionelle Anspruch“, betont Nadine. „Kommunikation beginnt nicht mit dem Design oder dem Produkt, sondern mit der Frage: Warum wollen oder müssen wir miteinander ins Gespräch kommen? Was soll erreicht werden?“ Diese strategische Übereinstimmung zeigt sich konkret in gemeinsamen Projekten: „Bei peppermint trifft man auf ein begeisterungsfähiges Team, das von Beginn an mitdenkt und bereit ist, sich thematisch tief einzuarbeiten, um die Kommunikation maßzuschneidern. Gleichzeitig bringen sie kommunikative Expertise mit, die unsere inhaltliche Arbeit perfekt ergänzt.“ Der Unterschied zu klassischen Agentur-Kunden-Beziehungen: „Wir werden mit wenigen Worten verstanden, das spart Zeit und schafft Vertrauen. Peppermint stellt die richtigen Fragen, auch die unbequemen, und ist somit ein wichtiger Sparringspartner für uns in der Entwicklung von Kommunikationsstrategien und -produkten.“

Doch auch peppermint profitiert von der Zusammenarbeit: „Spilett liefert uns nicht nur Inhalte, sondern macht uns zu Mitdenkern in komplexen Themenfeldern“, sagt das peppermint-Team. „Dank der fachlichen Tiefe von Spilett verstehen wir nicht nur, was wir kommunizieren, sondern auch, warum. So entstehen Ideen, die wirklich relevante Geschichten erzählen. Geschichten, die Menschen emotional berühren und mitnehmen.“

Praxisbeispiel: Der H2-Scout

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zeigt sich konkret am H2Scout, einem interaktiven Szenarienrechner zur Unterstützung partizipativer Entscheidungsprozesse in aktuellen und zukünftigen Wasserstoffregionen. Spilett entwickelte gemeinsam mit regionalen Akteuren das inhaltliche Konzept und war für die fachliche Umsetzung verantwortlich, peppermint übernahm die Gestaltung.

„Wenn du in eine Region kommst und sagst ‚Lass uns über Wasserstoff reden‘, dann erntet man häufig erst einmal fragende Blicke“, beschreibt Nadine die Ausgangssituation. „Einer kennt sich aus, die anderen verstehen nur wenig oder nichts.“ Der H2Scout löst dieses Problem, indem er alternative Handlungsoptionen zum Aufbau einer auf regionalen Ressourcen basierenden Wasserstoffwirtschaft sowie die zugehörigen Annahmen und Konsequenzen transparent macht. Die Benutzeroberfläche bietet Orientierung, gibt aber keine Richtung vor. „Sobald die Logik verstanden ist, fangen die Leute an, miteinander zu reden. Dann diskutieren sie: ‚Wollen wir möglichst viel CO₂ sparen oder Profite maximieren? Wie stellen wir die Wirtschaftlichkeit in der Anfangsphase sicher? Welche zukünftigen Kunden müssen wir einbinden, um unsere Ziele zu erreichen?“ Das Ergebnis: Echte Stakeholderdialoge statt Expertenmonologe.

Nicht das einzelne Ergebnis, sondern der gemeinsame Entwicklungsprozess rückt in den Mittelpunkt. „Es geht nicht darum, lautstark zu argumentieren, warum ein Lösungsansatz besser funktioniert, sondern darum, Hintergründe und Zusammenhänge zu verstehen und zu diskutieren“, fasst Nadine das gemeinsame Verständnis zusammen. „Und am Ende macht das Ergebnis Sinn. Weil es durchdacht ist.“
„Auch wenn viele Menschen heutzutage gerne geführt werden wollen und es bequemer ist, Lösungen vorgesetzt zu bekommen, statt selbst zu entwickeln: Unser Motto ist „Mach mit!“ formuliert Nadine das gemeinsame Ziel. Der Szenarienrechner hilft dabei nicht nur beim Entscheiden, er befähigt zum Mitdenken. Es entsteht Kommunikation, die nicht nur informiert, sondern aktiviert. Spilett tritt dabei bewusst in den Hintergrund: „Wenn die Beteiligten anfangen, sich untereinander auszutauschen, dann haben wir unser Ziel erreicht.“

Die Erfolgsmessung ist eindeutig: Regionen, die den H2Scout nutzen, kommen schneller zu belastbaren Strategien, die alle Perspektiven und Interessen der für die spätere Umsetzung wichtigen Akteure beinhalten. Somit werden Überraschungen im weiteren Projektverlauf vermieden und Risiken rechtzeitig erkannt. DerH2Scout wird inzwischen auch international erfolgreich für partizipative Entscheidungsprozesse zur Entwicklung sogenannter Hydrogen Valleys eingesetzt.

Der aktive Dialog führt zum Wandel

„Die Kooperation mit peppermint lässt sich mit wenigen Worten auf den Punkt bringen: konzeptionell, auf Augenhöhe, effizient und erfolgreich“, resümiert Nadine. „Beide Seiten bringen ihre Expertise ein, beide profitieren vom Ergebnis.“ Verständnis entwickelt sich nicht durch passive Informationsvermittlung, sondern aktiv im Dialog und in der gemeinsamen Reflexion. Kommunikation ist zur Schlüsselkompetenz der Transformation geworden und braucht Partner, die sich auf Augenhöhe begegnen und ihre Expertisen intelligent kombinieren. Denn Wandel gelingt nur dann, wenn er von möglichst vielen verstanden wird. Die Zusammenarbeit zwischen Spilett und peppermint zeigt: Mit der richtigen Partnerkombination wird das möglich.

Hybrides Meeting mit zwei Personen vor Ort und virtuellen Teilnehmern auf dem Bildschirm
Infografik zur Wasserstoffnutzung, -produktion und Energiequellen in Deutschland

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